Regenerative Bienenhaltung

in Bearbeitung…

Definition

Die Bezeichnung der Regenerativen Bienenhaltung wurde selbst definiert, da die Art und Weise bei BieVital mit den Bienen zu wirtschaften in kein Modell wirklich passte. Es sei jedem frei gestellt, die Kriterien im Internet mit Demeter, Bio oder konventionellen Definitionen der Bienenhaltung zu vergleichen. Diese Seite zeigt Ihnen einen Überblick, was das besondere bei BieVital ausmacht und keine Vergleiche zu anderen Imkereien.
Die Regenerative Bienenhaltung ist als Gesamtkonzept zu verstehen, mit den Punkten

Die Regenerative Bienenhaltung wurde speziell auf die eigene Bienenbehausung, das Home-Hive und auf die eigene Bienenpopulation ausgelegt. Prinzipiell kann jedoch jeder Bienenhalter diese Betriebsweise anwenden, es ist auch mit vielen anderen Bienenbehausungsmodellen möglich, wenn auch nicht so ausgeklügelt wie mit dem Home-Hive. Wenn Ihnen diese Art der Bienenhaltung gefällt, dürfen Sie gerne folgende Punkte auch bei Ihren Bienen übernehmen (abweichende Betriebsweise für Hobbyimker bitte im PDF beachten, download siehe unten)

  • Die BieVital Bienenpopulation von 69 gemeldeten Völkern verdoppelt sich in der Saison und wird durch Verkäufe und Vereinigungen im Spätjahr wieder an gemeldete Zahl angepasst
  • Die Bienenpopulation ist über mehrere Grundstücke aufgeteilt, alle mit überschneidenden Flugradien in Wolfartsweier, Durlach-Aue und Hohenwettersbach
  • Grundstücke sind geografisch gut gewählt für eine ausgewogene Ernährung der Bienen. Wald, Stadt und Feld im Umkreis und keine Pestizideinsätze bei insektenbestäubenden Pflanzen, die hier zum Glück nicht landwirtschaftlich angebaut werden (stattdessen Gemüseanbau hpts. Kohl, Salat usw.)
  • Biotop Vernetzung der Bienengrundstücke – Nahrung für Bienen – Bienenweide – Nahrung für alle Tiere – Unterschlupf und Nistmöglichkeiten – Permakultur – Nahrung für Menschen
  • Die Betriebsweise ist an die örtlichen, lokalen Verhältnisse von Karlsruhe und an die natürlichen Abläufe des Bien angepasst. Hier Betriebsweise

Betriebsweise

Bienen:

  • Zur Vermehrung der Bienenvölker werden von schwarmbereiten Bienenvölkern Kunstschwärme mit Königinnen erstellt und diese zum nächsten Grundstück verbracht. Im Altvolk verbleiben jeweils bis zu vier Weiselzellen für eine neue Königin
  • Zur Vermehrung der Königinnen werden während der natürlichen Schwarmzeit die Weiselzellen ein bis zwei Tage vor dem Schlupf entnommen und bis zu vier Stück in eine Begattungskiste gesetzt. Die Begattungskisten sind bereits vollwertige, allerdings weisellose, Mini – Bienenvölker
  • Kein umlarven und kein käfigen der Weiselzellen, nur die Stärksten und Widerstandsfähigsten der Königinnen bleiben übrig
  • Inzucht und Reinrassigkeit ist durch die offene Anpaarung ausgeschlossen
  • Keine Geschwisterköniginnen auf einem Grundstück, jedes Volk ist individuell
  • Die Bienen behalten jeweils genügend Honig für sich selbst
  • Ganzjährig fester Standort für die Bienenvölker
  • wir bauen hauptsächlich unser eigenes Wabenwerk (ca. 70%), das ist gesünder. Wie alte Waben aussehen wissen wir nicht, denn keine Brutwabe ist älter als ein Jahr und die Honigwaben maximal zwei Jahre
  • unser eigener Bienenwachskreislauf wird stets erneuert, Altwachs geht jährlich in die Kerzenherstellung. Zur Honigproduktion bekommen wir etwas Unterstützung durch Mittelwände, die wir dann ausbauen, jedoch nur ein kleiner Teil (ca. 30%). Der Großteil der Waben bauen wir Jahr für Jahr für Sie ganz frisch. Den Bautrieb ausleben zu dürfen, tut nicht nur gut, sondern garantiert Euch auch sauberere Bienenprodukte
  • die Honigernte findet erst statt, wenn wir bereits die nächste Tracht eintragen, hierbei nimmt unser Imker nie alles weg, hungern tun wir praktisch nie. Durch ein Absperrgitter müssen wir uns auch nicht zwängen, um den Nektar einzulagern
  • bei den steten Volkskontrollen wird sehr sanft mit uns umgegangen, deswegen stechen wir auch sehr selten und unser Imker benötigt dann auch keine lästige Schutzausrüstung. Auch benutzt unser Imker nur natürliches Hanfspreu im Smoker für den Raucheinsatz, diesen finden wir viel angenehmer wie Eierkartons
  • wir bekommen viel zusätzliche Bienenweide angeboten, damit wir in schlechten Zeiten noch was zu knabbern finden. Auch wenn das illegale Urban Gardening manche in der Umgebung überrascht, wir lieben es!
  • unser Erzfeind, die Varroamilbe, wird mit Biotechnik, ganz ohne Chemie, dezimiert, zudem sind wir über Jahre auf Vitalität natürlich und imkerlich selektiert worden
  • wir wurden nie „gezüchtet“, sondern natürlich vermehrt und wir entscheiden selbst welche jungen Königinnen wir wollen und diese dürfen so lange leben wie Wir es für richtig halten, unser Imker vertraut unseren Signalen. Auch ist er kein Frisör, soll heißen unsere Königin ist absolut flugfähig, mit Allen Flügeln
  • unsere Genetik ist nicht reinrassig, wir haben Alle genetischen Schlüssel der Natur, um uns an örtliche Verhältnisse anzupassen
  • Kellerhaft ist was für Einbrecher; wir dürfen wie in der Natur gleich fliegen, da wir über Natur- und Kunstschwärme vermehrt werden

Imker:

  • Bienenstände wurden sorgfältig ausgewählt, die Kriterien: ausgewogenes, ganzjähriges und vielfältiges Nahrungsangebot, unbelastete und saubere Umgebung, keine Monokulturen und kein Spritzmitteleinsatz auf bienenfreundlichen Pflanzen/Bäumen
  • Imkerliche Selektion der Bienenvölker:
    die jeweils „besseren“ Bienenvölker werden jährlich vermehrt und dürfen reichlich ihre Drohnen fliegen lassen, damit sich gewünschte positiven Eigenschaften wie Bruthygiene, Pflegeverhalten, Propolisproduktion, Vitalität, Robustheit, Sammeltrieb, Sanftmut und ruhiger Wabensitz in der Bienenpopulation weiter manifestieren. Schlechte Genetik mit negativen Eigenschaften, wie z.B. Anfälligkeiten auf Krankheiten, werden aus der Bienenpopulation durch wissenschaftliche Methoden detektiert und ausgeschlossen
  • Genetik wird stets Hinblick auf die Varroamilbe verbessert, indem die Varroabehandlung relativ spät im Jahr erfolgt. Somit können Bienenvölker erkannt werden, die am längsten dem Druck standhalten und im nächsten Jahr vermehrt werden, oder jene die besser nicht vermehrt werden sollten
  • die Genetik der BieVital Bienen ist gut durchmischt, jährlich kommt neue Genetik durch fremde Bienenschwärme zur Population hinzu

Bienenbehausung:

Bis Ende 2020 sind knapp alle Bienen in das neue Home-Hive umgesiedelt. Bis dahin arbeite ich neben Beispielsbienenvölker in verschiedenen Systemen mit diesen:

  • Home-Hive Marke Eigenbau, 100 % Naturwaben
  • Styrodur-Segeberger Beuten im deutsch-normal Maß, mit Hochboden Marke Eigenbau und 70 % Naturwaben im Rahmen Marke Eigenbau, 30% Waben mit Mittelwände vom eigenen Wachskreislauf im modifizierten Oberträger

 

Produktion:

  • Jährliche Qualitätskontrollen durch Honig- und Wachsanalysen
  • Keine Pestizid Rückstände laut getesteter Parameter, keine Gentechnik, 100 % Naturell
  • Arbeitsprozesse simpel und Energieeffizient
  • Auf Arbeitshygiene und Verwendung von Edelstahl/Lebensmittelkunststoffmaterialien wird besonders geachtet
  • Bienenprodukte sind nicht durch Leistungsdruck der Tiere entstanden, sondern in der Gesamtsumme als Überschuss entnommen und ohne industrialisierte Prozesse in Handarbeit verarbeitet
  • Honig:
    Nach dem behutsamen abfegen der Bienen von den reifen und voll verdeckelten Honigwaben, werden diese umgehend geschleudert und gleich am nächsten Tag wieder den Bienen zurückgegeben. Die Honigwaben sind ausschließlich Gelb und maximal zwei Jahre alt, es werden keine braunen Brutwaben verwendet. Der Honig läuft einmalig durch ein grobes und feines Sieb hindurch (Honig-Doppelsieb) und behält somit auch seine natürlichen Pollenanteile und Inhaltsstoffe. Nach drei Tagen Lagerung zum abschöpfen hochgetriebener Wachspartikel, die durch den Sieb gingen, wird der Honig zu 1/3 bereits in Gläser abgefüllt und gleich an die Endverbraucher abgegeben. Die anderen 2/3 werden geimpft*, um cremig zu werden und bis zur Weihnachtszeit kühl und dunkel eingelagert. (* ca. 3 % cremigen Honig vom Vorjahr dem flüssigen zugeben, damit werden bereits kleinere Kristallstrukturen gewünschter Körnung dem Honig zugegeben, sozusagen geimpft. Das Resultat ist eine vollständige Kristallisation des Honigs in Kristallgröße der Impfkristalle). Lange Lagerung im Eimer, Rühren und Erwärmen des Honigs und Lagerung im Kühlhaus ist nicht notwendig und wird nicht praktiziert.
    Für Wabenhonig werden ausschließlich frisch erbaute weiße und hellgelbe unbebrütete Bienenwaben, ohne künstliche Mittelwände verwendet
  • Bienenwachs:
    Für die Produktion des Bienenwachses werden ausschließlich Bienenwaben und Wachsreste aus betriebsinternen Bienenvölkern eingeschmolzen. Die Rohmasse wird Dampfwachsgeschmolzen und über den doppelwandigen Wachsklärbehälter mehrmals bis zum absolut Sauberen gereinigt. Übrig gebliebener Trester dient im Garten als Biodünger und Erdanreicherung
  • Propolis:
    Bei Volkskontrollen wird es, dort wo es natürlich entsteht, abgeschabt und gesammelt zur Extraktherstellung. Auf Gewinnung des Propolis über Gitterysteme und einem unnatürlichen Luftzug wird verzichtet


Philosophie

 

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