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über BieVital

BieVital ist ein landwirtschaftliches Unternehmen in Karlsruhe im Bereich Bienenhaltung (Berufsimkerei), bestehend aus dem Chef und seinen vielen abertausend fleißigen Mitarbeiterinnen, den Honigbienen.
Die Imkerei ist artgerecht, nachhaltig und ökologisch ausgelegt. Die eigenen Richtlinien sind, was die Betreuung der Bienenvölker angeht und auch in vielen anderen Punkten, höher gesetzt als bekannte Standards.
Seit Gründung der Imkerei BieVital im Jahre 2010 sind durch jährliche Analysen der Bienenprodukte auf Verunreinigungen, von z.B. Spritzmitteln etc. keine Rückstände gefunden worden.
Die BieVital Kriterien garantieren den Kunden Transparenz über die Herkunft der Bienenprodukte und eine ausgesprochen stetig hohe Qualität.

Was Sie heute von der BieVital Produktpalette erwerben können, kommt auch tatsächlich von den eigenen Bienenvölkern, auch die jeweilige Verarbeitung bleibt Betriebsintern! (Ausnahme: Blütenpollen und Honig aus Kroatien, Inselgruppe Dalmatien/Honigwein - externe Produktion).
Zu den jährlich erzeugten Urprodukten der Bienenvölker
(Honig, Bienenwachs, Propolis, Bienen und Königinnen) bietet BieVital auch ein breites Spektrum an Dienstleistungen im imkertechnischen Stil an: Imkerkurse, Coaching, Bienenvolk Vermietung, Hummel und Wespennestentfernung/Umsiedlung und Beratung zu Wildbienen.


die BieVital Bienen

Hallo, wir sind die fleißigen Mitarbeiter der Imkerei BieVital. Unsere Bienenfamilie ist bereits sehr groß, deswegen leben wir alle verteilt in kleineren Populationen in Karlsruhe von Wolfartsweier bis nach Durlach - Aue und Hohenwettersbach bis Grünwettersbach hoch. Unser Imker hindert uns nicht daran, uns zu entfalten, wie es der Plan der Natur für uns vorgesehen hat.
Lesen Sie hier einige Besonderheiten unserer Haltung:

  • unsere Bienenstände sind geografisch gut gewählt - Feld, Wald und Wohnorte mit Schrebergärten garantieren uns abwechslungsreiche, vielfältige und laut Honiganalysen eine gesunde Ernährung
  • wir dürfen ganzjährig an einem festen Standort bleiben, nur unsere Schwärme werden im wackeligen Auto zu einem anderen Bienenstand verbracht
  • wir bauen hauptsächlich unser eigenes Wabenwerk (ca. 70%), das ist gesünder. Wie alte Waben aussehen wissen wir nicht, denn keine Brutwabe ist älter als ein Jahr und die Honigwaben maximal zwei Jahre
  • unser eigener Bienenwachskreislauf wird stets erneuert, Altwachs geht jährlich in die Kerzenherstellung. Zur Honigproduktion bekommen wir etwas Unterstützung durch Mittelwände, die wir dann ausbauen, jedoch nur ein kleiner Teil (ca. 30%). Der Großteil der Waben bauen wir Jahr für Jahr für Sie ganz frisch. Den Bautrieb ausleben zu dürfen, tut nicht nur gut, sondern garantiert Euch auch sauberere Bienenprodukte
  • die Honigernte findet erst statt, wenn wir bereits die nächste Tracht eintragen, hierbei nimmt unser Imker nie alles weg, hungern tun wir praktisch nie. Durch ein Absperrgitter müssen wir uns auch nicht zwängen, um den Nektar einzulagern
  • uns scheint ganz offenbar die artgerechte und naturelle Bienenhaltung sehr zuzusprechen, denn seit Jahren haben wir kaum Todesanzeigen zu vermelden
  • bei den steten Volkskontrollen wird sehr sanft mit uns umgegangen, deswegen stechen wir auch sehr selten und unser Imker benötigt dann auch keine lästige Schutzausrüstung. Auch benutzt unser Imker nur natürliches Hanfspreu im Smoker für den Raucheinsatz, diesen finden wir viel angenehmer wie Eierkartons
  • wir bekommen viel zusätzliche Bienenweide angeboten, damit wir in schlechten Zeiten noch was zu knabbern finden. Auch wenn das illegale Urban Gardening manche in der Umgebung überrascht, wir lieben es!
  • unser Erzfeind, die Varroamilbe, wird mit Biotechnik, ganz ohne Chemie, dezimiert, zudem sind wir über Jahre auf Vitalität natürlich und imkerlich selektiert worden
  • wir wurden nie "gezüchtet", sondern natürlich vermehrt und wir entscheiden selbst welche jungen Königinnen wir wollen und diese dürfen so lange leben wie Wir es für richtig halten, unser Imker vertraut unseren Signalen. Auch ist er kein Frisör, soll heißen unsere Königin ist absolut flugfähig, mit Allen Flügeln
  • unsere jungen Königinnen wachsen ohne künstliches umlarven und käfigen in  prächtigen Schwarmzellen auf
  • unsere Genetik ist nicht reinrassig, wir haben Alle genetischen Schlüssel der Natur, um uns an örtliche Verhältnisse anzupassen
  • Kellerhaft ist was für Einbrecher; wir dürfen wie in der Natur gleich fliegen, da wir über Natur- und Kunstschwärme vermehrt werden
  • im Flugradius, um unsere Bienenstände, gibt es keine Monokulturen und keinen Insektizideinsatz bei insektenfreundlichen Pflanzen, wir hoffen, dass es so bleibt


BieVital Honig

  • naturgetreue & artgerechte Haltung der Bienenvölker
  • keine Chemie, keine Gentechnik, keine Erhitzung
  • jährliche Qualitätskontrollen durch Honiganalysen, stets sauber und ohne Rückstände
  • Bienenstände wurden sorgfältig ausgewählt, die Kriterien: ausgewogenes, ganzjähriges und vielfältiges Nahrungsangebot, unbelastete und saubere Umgebung, keine Monokulturen und kein Spritzmitteleinsatz auf bienenfreundlichen Pflanzen/Bäumen
  • Honig wird erst mit idealer Reife geerntet und am selben Tag geschleudert. Bei der Ernte werden die Bienen behutsam mit dem Besen von den stockwarmen Honigwaben abgefegt, die Bienen behalten jeweils genügend für sich selbst
  • die Honigwaben sind ausschließlich jung und Gelb, es werden keine Brutwaben verwendet
  • Honig läuft einmalig durch ein grobes und feines Sieb hindurch (Honig-Doppelsieb), behält damit auch seinen natürlichen Pollenanteil
  • Honig wird geimpft um cremig zu werden, somit kann auf Lagerung im Eimer und rühren verzichtet werden. Wenige Tage nach Ernte wird der jeweilige Honig bereits abgefüllt, 2/3 geimpft, und kühl und dunkel für Sie aufgehoben
    (Honig impfen: 2-5% cremigen Honig vom Vorjahr dem flüssigen Honig zugeben, somit werden bereits kleinere Kristallstrukturen des Honigs in den flüssigen geimpft, das Resultat ist eine vollständige Kristallisation des Honigs in Kristallgröße der Impfkristalle)



BieVital Betriebsweise und Bienenbehausungen

Die Bienenvölker leben in Top-Bar-Kisten (BieVital Home-Hive Marke Eigenbau, 100% Naturwaben) und Segeberger Kisten im deutsch-normal Maß (mit Hochboden Marke Eigenbau, 70% Naturwaben im Rahmen Marke Eigenbau, 30% Waben mit Mittelwände vom eigenen Wachskreislauf).

Die Betriebsweise ist an die örlichen, lokalen Verhältnisse von Karlsruhe und an die natürlichen Abläufe des Bien angepasst.

Frühjahrsentwicklung    März -  April

·         14 tägige Völkerdurchsicht

·         nach den letzten Frostperioden, wird das Bienenvolk durchgeschaut und die Behausung gereinigt

·         überschüssiges Futter und alte leere Waben werden entnommen

·         nur gute Genetik geht mit über die Saison, evtl. Königin in der Schwarmzeit austauschen

 

Schwarmzeit/Hochsaison    Mai - Juni - Juli

·         12 tägige Völkerdurchsicht

·         Krankheitsreduktion/Schwarmtrieb beenden (insg. 3 Möglichkeiten, je nach Ziel und Situation):
- Kunstschwarmbildung - 1,5kg Bienen mit deren Königin werden zu anderem Bienenstand gebracht und auf neues Wabenmaterial aufgeschlagen. Im Muttervolk verbleiben einige Weiselzellen zum Schlupf einer neuen Königin 
- 12 tägig Weiselzellen brechen, bis Bienen keine mehr ansetzen
-
kleine Brutentnahme ab Madenstadium bis Tag 15

·         Ausschnitt der Drohnenbrut

·         Anfang der Königinnenvermehrung:
 - Weiselzellen kurz vor Schlupf ausbrechen und bis zu 4 Stück in vollwertiges aber weiselloses Miniaturbienenvolk (Begattungskiste) setzen

- über Kunstschwarmbildung

 

Vorbereitung auf den Winter    August - September - Oktober

·         14 tägige Völkerdurchsicht/nach Krankheitsreduktion 21 tägig

·         Ausschnitt von ggf. noch vorhandener Drohnenbrut

·         Ende der Königinnenvermehrung - Miniaturbienenvölker werden mit Wirtschaftsvölkern vereinigt

·         bei der letzten Honigernte dürfen die Bienen über 50% eines wintertauglichen Honigs behalten und werden dann schrittweise aufgefüttert mit hochwertigem Zuckerwasser

·         Krankheitsreduktion hpts. wegen Varroa : (recht spät in Entwicklung, um die resistentere Genetik zu erkennen)
- Brutentnahme ab Madenstadium bis Tag 20, bei Blütenangebot der letzten Tracht (Goldrute, indische Balsamine). Frei gewordener Raum wird mit angebrüteten und dunkleren Waben wieder aufgefüllt. Bienenmasse in Kunstschwarmkiste mit Puderzucker behandelt oder 7 Tage später Ameisensäurekurzzeitbehandlung

- bei Reinvasion oder noch zu hohem Varroabefall (über 1 Milbe Totenfall/Tag): Ameisensäurekurzzeitbehandlung, max. 3 Anwendungen

·         nur gute Genetik geht mit über den Winter, evtl. Königin ersetzen oder Volk vereinigen

 

Überwinterung    Dezember - November - Januar - Februar

·         6-8 wöchige Stichproben ob Bienen und Stand ok

·         Futter checken, Bienenleichen ausfegen

·         schwache Bienenvölker werden vereinigt



Basis: 

·         Verzicht auf: Chemie - Wanderung - Absperrgitter - Kellerhaft - füttern während der Saison (sofern möglich) -  Königinnenzucht mit gekäfigten Zellen oder Reinzucht - Winterbehandlung - Push Effekte z.B. Brutauffächerung

·         der Raum des Bienenvolkes wird stets an dessen Größe angepasst, Fluglöcher sind stets voll geöffnet

·         Bienenmaterialien werden jährlich ausgekratzt und mit EM-Bakterien gereinigt, Werkzeuge werden nach Arbeit mit Alkohol desinfiziert

·         Behandlung gegen Varroa: alleinig durch Drohnenbrut schneiden, Kunstschwarmbildung/Brutentnahme, Spätjahresbrutentnahme, Ameisensäurekurzzeitbehandlung und Puderzucker

·         Waben werden jede Saison erneuert, nur gelbe Honigwaben werden verwendet und diese alle 2 Jahre erneuert

·         70% Naturwaben und 30% Mittelwände bei Rähmchenimkerei, 100% Naturwaben bei Top- Bars (Home-Hive)

·         eigener Wachskreislauf

·         Honig wird erst geerntet, sobald dieser reif ist und die nächste Tracht schon eingetragen wird

·         Königinnen (alle Flügel bleiben dran) dürfen so lange im Volk bleiben, bis die Bienen das Signal für die Umweiselung geben. Die Genetik und Leistungen der Königinnen werden mit wissenschaftlichen Methoden analysiert (Nadeltest, etc.) und stets verbessert und manifestiert, es werden generell nur Schwarmköniginnen verwendet

·         Volksvermehrung ausschließlich über Natur/Kunstschwärme

·         Arbeiten an Bienen regulär ohne Schutz

·         bei Volksdurchsicht im Früh- und Spätjahr werden nur relevante Waben gezogen

·         es werden nur starke Völker gehalten, Schwache werden verstärkt oder aufgelöst

 

empfohlene Abweichungen von der BieVital Betriebsweise zur eigenen Imkerei

BieVital produziert Bienen, Königinnen und Urbienenprodukte gewerblich. Die Betriebsweise ist auf die örtlichen Verhältnisse von Karlsruhe angepasst und auf artgerechte und ökologische Bienenhaltung mit natürlicher und imkerlicher Selektion ausgelegt.

Die Rahmenbedingungen sind deutlich abweichend zu einer konventionellen, oder kleineren und nicht gewerblichen Imkerei. Aus diesem Grunde hier die ergänzenden Punkte zur eigenen Bienenhaltung:

Imkerlich:

·         mindestens 3 Bienenvölker halten

·         jeweils 2 Völker im Block, ohne Hindernis umrundbar, trockener, sonniger und windgeschützter Standplatz

·         nicht mit Bienen experimentieren, es sei denn es liegt eine Ausbildung vor

·         Anfangs nur mit einem System imkern und nicht sofort jedes neue Varroabehandlungsmittel einsetzen

·         Königinnen nur zukaufen, sofern das Muttervolk Mängel aufweist und/oder im Begattungsgebiet nicht ausreichend oder nicht hochwertige Drohnen verfügbar sind. Königin ersetzen, sobald Legeleistung nachlässt

·         keine eigenen Drohnen in Masse schlüpfen lassen

·         zum Aufbau des eigenen Wachskreislaufes für Mittelwände nur von den eigenen Bienen geschwitztes Wachs nehmen

·         Fluglöcher im Frühling und Herbst verkleinern

·         Kontrolltermine einhalten

·         generell kann auch während der Saison 21 tägig die Völkerdurchsicht stattfinden. Ausnahme Schwarmsaison 7 tägig Weiselzellen brechen, oder Eingriff um Schwarmtrieb zu beenden. Im Spätjahr bei Varroadruck 14 tägige Durchsicht

·         Varroabefall akribisch mit Gemüll/Puderzuckerdiagnose ab Juli bis Oktober 7-14 bis 21 tägig ermitteln und nochmals zur eventuellen Restentmilbung im Dezember

·         Maßnahme zur Krankheitsreduktion (Milbe) einleiten, sobald nach Gemülldiagnose der kritische Schwellwert erreicht ist

·         zwischen den Behandlungen, mindestens 7 Tage Abstand, besser 14

·         bei kleiner Völkeranzahl an einem Standort empfiehlt sich nach der Brutentnahme eine Behandlung mit 15% Milchsäure, so bleibt dem Volk evtl. eine Ameisensäurebehandlung erspart, bei Reinvasion oder zu hohem Milbendruck empfiehlt sich jedoch eine darauffolgende AS Kurzzeitbehandlung

·         Ziel jeder Varroabehandlung ist es den Milbendruck im Spätjahr deutlich unter 1 Milbe Totenfall/Tag zu reduzieren

·         sofern der natürliche Milbentotenfall im September - Dezember weiterhin bei/über 1 Milbe pro Tag liegt ist eine Winterbehandlung mit 3,5% Oxalsäuredihydratlösung zum träufeln ratsam

·         Bienenbehausungen:
- Beespace beachten. Zwischenräume, hauptsächlich horizontal sollten nicht höher als 0,5cm sein. Vertikal sollte gewährleistet sein, dass das System eine genaue Anpassung von 3,5cm Abstand zwischen den Mittelwänden hat
- 2cm hohe Oberträger verhindern größtenteils den Brückenbau auf horizontaler Ebene

- der Boden (beim Magazin 8-10cm hoch) sollte ein Lüftungsgitter haben mit Gemüllschieber und Hinterklappe, kleines Ober- und großes Unterflugloch mit Anflugbrett

- alle Waben komplett herausnehmbar

- Bienen dürfen beim bearbeiten nicht gequetscht werden, eine Biene ist 0,4cm hoch

·      Die Wahl der Bienenbehausung ist abhängig von den gesetzten Zielen (Honigertrag, Wachsproduktion etc.), der Praktikabilität und der  angestrebten Betriebsweise

 

Sonstiges:

·         Mitgliedschaft im örtlichen Imkerverein inkl. Imker-Global Versicherung und Imkerzeitschrift Biene & Natur

·         Völkerzahl dem Imkerverein/ Veterinäramt übermitteln und alle 2 Jahre aktualisieren

·         Honiganalysen Herkunft/ Rückstände- Bieneninstitut, kostenpflichtig, je 500g benötigt

·         Futterkranzproben auf AFB untersuchen lassen - Bieneninstitut, kostenpflichtig mind. 100g benötigt

·         Pollenanalyse - Lufa Speyer, kostenpflichtig, ca. 250g benötigt

·        Bienenwachsanalyse - Bieneninstitut Celle, kostenpflichtig, 30g benötigt

 

·         Bienenvergiftungen - Julius-Kühn Institut Braunschweig, kostenfrei, 500g benötigt

·         Bienenuntersuchungen (tote)  - CVUA Stuttgart, kostenfrei, 500g benötigt

 

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·         Links zu fachgerechten Infos, nützliche Apps und vieles mehr

·         Jährliches Update, Ergänzungen

·         Anregungen/Verbesserungen herzlichst willkommen